Eine Ski-Sonnenbrille ist leichter und luftiger als eine Skibrille (Goggle) und an sonnigen Tagen, beim Langlauf oder auf der Skitour oft die angenehmere Wahl. Hier erfährst Du, worauf es bei Filterkategorie, UV-Schutz, Glasfarbe und Passform ankommt, und findest bewährte Modelle für Damen und Herren.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Sonnenbrille passt zu Sonne, Frühjahrsschnee, Langlauf und Skitour. Bei Schneefall, Wind, Kälte und schnellen Abfahrten ist eine Goggle meist besser.
- Achte auf UV400 und das CE-Zeichen, denn Schnee reflektiert einen grossen Teil der UV-Strahlung.
- Filterkategorie 3 passt zu den meisten Pistentagen, Kategorie 4 zum Gletscher. Kategorie 4 ist nicht für den Strassenverkehr geeignet.
- Bei Flat Light sind helle Gläser in Gelb, Orange oder Rosé gut. Polarisation reduziert Blendung, kann Eisflächen aber schwerer erkennbar machen.
Ski-Sonnenbrille oder Skibrille: Was ist besser zum Skifahren?
Eine Skibrille, auch Goggle genannt, schliesst mit einem Schaumstoffrahmen rund um die Augen ab und wird mit einem Band über dem Helm getragen. Eine Ski-Sonnenbrille ist eine Sportbrille mit Bügeln und meist stark gebogenen Gläsern. Beide haben ihre Stärken:
| Ski-Sonnenbrille | Skibrille (Goggle) | |
|---|---|---|
| Gewicht | leicht, passt in die Jackentasche | grösser und schwerer |
| Belüftung | luftig, beschlägt bei Anstrengung seltener | geschlossen, beschlägt eher im Aufstieg |
| Wind, Schnee, Kälte | je nach Form und Seitenschutz | rundum abgeschlossen |
| Sitz bei Tempo und Stürzen | sitzt fest, kann aber verrutschen | fest mit dem Helm verbunden |
| Typische Einsätze | Sonne, Frühjahrsskilauf, Langlauf, Skitour, Après-Ski | Schneefall, Kälte, Freeride, Snowpark, schnelle Abfahrten |
Viele haben deshalb beides dabei: die Goggle für kalte, windige Tage, die Sonnenbrille für Sonne, Hüttenpause und Lift. Alles über Goggles liest Du in unserem Ratgeber Skibrille.
Langlauf, Skitour und Frühjahrsskilauf
Beim Langlaufen und im Aufstieg bist Du langsamer und schwitzt mehr. Eine Goggle beschlägt dann schnell, eine luftige Sonnenbrille bleibt eher klar. Auch Skilehrer und viele, die im Frühjahr auf Sulzschnee unterwegs sind, greifen deshalb gern zur Sonnenbrille.
Worauf Du bei einer Ski-Sonnenbrille achten solltest
UV-Schutz: UV400 und CE, weil Schnee stark reflektiert
In den Bergen trifft Dich UV-Strahlung von oben und vom Schnee. Frischer Schnee reflektiert laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis zu 80 Prozent der UV-Strahlung, und je 1.000 Höhenmeter nimmt sie um etwa 10 Prozent zu. Achte deshalb auf UV400 und das CE-Zeichen: UV400 heisst, die Gläser filtern UV-Strahlung bis 400 Nanometer. Das CE-Zeichen zeigt, dass die Brille die europäischen Anforderungen an Sonnenbrillen erfüllt.
Ohne ausreichenden UV-Schutz kann intensive Strahlung im Schnee zu einer schmerzhaften Entzündung von Horn- und Bindehaut führen, der sogenannten Schneeblindheit. Hast Du nach einem Tag im Schnee Beschwerden an den Augen, geh zum Augenarzt. Übrigens: Die Tönung sagt nichts über den UV-Schutz aus, auch helle Gläser können UV400 haben.
Filterkategorie: Kategorie 3 für die Piste, Kategorie 4 für den Gletscher
Die Filterkategorie von 0 bis 4 gibt an, wie viel sichtbares Licht durch das Glas kommt. Sie steht meist innen auf dem Bügel.
| Kategorie | Lichtdurchlässigkeit | Passt zu |
|---|---|---|
| 2 | 18–43 % | bewölkten Tagen, wechselhaftem Licht |
| 3 | 8–18 % | sonnigen Pistentagen, Standard im Wintersport |
| 4 | 3–8 % | Gletscher, Hochgebirge, Firn bei praller Sonne |
Kategorie 4 ist so dunkel, dass sie nicht für den Strassenverkehr geeignet ist. Für die Fahrt ins Skigebiet brauchst Du also eine zweite, hellere Brille. Klassische Gletscherbrillen haben Kategorie 4 und einen Seitenschutz, damit auch von der Seite kaum Licht einfällt.
Glasfarbe: die richtige Tönung für Sonne, Wolken und Flat Light
| Licht | Glasfarbe | Kategorie |
|---|---|---|
| Pralle Sonne, Gletscher | Grau, Dunkelbraun, oft verspiegelt | 3 oder 4 |
| Sonne und Wolken im Wechsel | Braun, Kupfer, Rosé, Rot | 2 oder 3 |
| Flat Light, Nebel, Schneefall | Gelb, Orange, Bernstein, helles Rosé | 1 oder 2 |
Bei Flat Light, also diffusem Licht unter geschlossener Wolkendecke oder im Nebel, verschwinden die Schatten. Bodenwellen und Kanten sind dann schwer zu erkennen. Helle, kontrastverstärkende Gläser können Konturen deutlicher hervortreten lassen, graue Gläser sind an solchen Tagen meist zu dunkel. Für wechselhaftes Wetter gibt es selbsttönende (photochrome) Gläser oder Modelle mit Wechselgläsern.
Gut zu wissen: Oakley hat mit Prizm Snow eigene Tönungen für den Schnee entwickelt, vor allem für Skibrillen: von Prizm Snow Black Iridium für helle Sonne bis Prizm Snow Persimmon für Wolken und Flat Light.

Polarisation auf Schnee: Vor- und Nachteile
Polarisierte Gläser reduzieren Blendung durch Spiegelungen auf glatten Flächen, auch auf hartem, glänzendem Schnee. Das ist angenehm an sonnigen Tagen, beim Langlauf und auf der Sonnenterrasse. Der Nachteil: Eisplatten und vereiste Stellen glänzen weniger und sind dadurch schwerer zu erkennen. Auch Displays von Handy oder Navi können dunkel wirken.
Wer viel auf harten, vereisten Pisten fährt, kommt deshalb mit einem nicht polarisierten Glas oft besser zurecht. Eine polarisierte Ski-Sonnenbrille für Damen oder Herren lohnt sich vor allem für sonnige Tage abseits schneller Abfahrten. Wie Polarisation funktioniert, liest Du im Artikel Optimaler Filterblick dank polarisierten Brillengläsern.
Seitenschutz, Belüftung und Passform mit Helm
- Seitenschutz: Eine stark gebogene Fassung oder ein grosses Schildglas hält seitliches Licht und Zugluft ab.
- Belüftung gegen Beschlagen: Etwas Abstand zum Gesicht, Lüftungsschlitze oder eine unten offene Fassung lassen Luft zirkulieren. Eine Antibeschlag-Beschichtung hilft zusätzlich.
- Passform mit Helm: Dünne, gerade Bügel passen besser unter das Helmpolster. Probiere die Brille mit Deinem Helm an: Sie sollte nicht drücken und oben keine grosse Lücke lassen.
- Fester Sitz und bruchfeste Gläser: Rutschfeste Nasenpads und Bügelenden halten die Brille auch bei Schweiss. Gläser aus Polycarbonat sind bruchfester als Mineralglas.
Ski-Sonnenbrille für Herren und Damen: Auf die Grösse kommt es an
Die meisten Sportbrillen sind unisex. Ob eine Skisonnenbrille für Herren oder Damen passt, hängt vor allem von der Grösse ab: Sie sollte bis an die Augenbrauen reichen, seitlich nah am Gesicht liegen und auf der Nase nicht rutschen. Viele Modelle gibt es in mehreren Grössen, etwa die Holbrook XL für breitere oder die Sutro Lite S für schmalere Gesichter. Tipp: Vergleiche die Masse innen auf dem Bügel einer Brille, die Dir gut passt, mit den Angaben im Shop.
Die besten Ski-Sonnenbrillen: bewährte Modelle
Wir haben die folgenden Modelle nicht selbst getestet. Es ist eine Auswahl aus unserem aktuellen Sortiment, sortiert nach Einsatzzweck. Welche Farben und Gläser gerade lieferbar sind, siehst Du beim jeweiligen Modell im Shop.
Oakley Radar EV Path: für Piste, Langlauf und Skitour

Die Radar EV Path gehört zu den bekanntesten Sportbrillen von Oakley. Das grosse, nach oben erweiterte Glas bietet viel Sichtfeld, Nasenpads und Bügelenden aus Unobtainium sitzen auch bei Schweiss fest.
Oakley Sutro, Sutro Lite und Sutro Lite Sweep: viel Abdeckung
Das einteilige Schildglas deckt einen grossen Teil des Gesichts ab und schirmt seitlich gut ab. Die Sutro Lite ist leichter und unten offen, die Sutro Lite Sweep randlos. Die Sutro Lite S ist für schmalere Gesichter gemacht.
Oakley Flak 2.0 XL: der sportliche Allrounder
Die leichte Halbrand-Sportbrille hat ein grosses, gebogenes Glas, in der XL-Version höher als bei der normalen Flak 2.0. Durch die offene Unterkante kommt Luft an das Glas.
Oakley EyeJacket Redux und SI Ballistic M Frame 3.0: umlaufend und robust
Die EyeJacket Redux greift ein klassisches Oakley-Design auf und legt sich weit um das Gesicht. Die Ballistic M Frame 3.0 aus der SI-Linie (Standard Issue) für Einsatzkräfte hat ein grosses Schildglas, das auf hohe Schlagfestigkeit ausgelegt ist.
Oakley Holbrook, HSTN und Frogskins: für Sonnenterrasse und Après-Ski
Für Hüttenpause, Winterspaziergang oder Anreise reichen Lifestyle-Modelle. Sie sind flacher und haben weniger Seitenschutz, passen dafür auch in die Stadt. Für schnelle Abfahrten sind sie weniger geeignet.
Oakley EYEJACKET REDUX (OO9438 943805)CHF 129.95 P
Oakley RADAR EV PATH (OO9208 920847)CHF 127.23
Oakley HOLBROOK (OO9102 9102D6)CHF 137.90 P
Oakley EYEJACKET REDUX (OO9438 943801)CHF 101.44
Oakley HSTN (OO9242 924207)CHF 116.16
Oakley TERRAFORMA (OO9530 953001)CHF 83.53
Oakley TERRAFORMA (OO9530 953006)CHF 132.27 P
Oakley RADAR EV PATH (OO9208 920846)CHF 125.36Ski-Sonnenbrille mit Sehstärke: Tipps für Brillenträger
- Sonnenbrille mit Sehstärke: Viele Sonnenbrillen lassen sich mit Gläsern in Deiner Sehstärke ausstatten. Bei stark gebogenen Sportfassungen ist der Stärkenbereich allerdings begrenzt.
- Kontaktlinsen: Damit trägst Du jede Ski-Sonnenbrille ohne Sehstärke.
- Goggle über der Brille: OTG-Skibrillen (Over the Glasses) passen über Deine normale Brille.
Mehr dazu liest Du im Ratgeber Sonnenbrille mit Sehstärke. Welche Gläser Du brauchst, klärst Du am besten mit Deinem Optiker oder Augenarzt.
Häufige Fragen zur Ski-Sonnenbrille
Welche Sonnenbrille zum Skifahren ist die beste? Gibt es einen Testsieger?
Wir haben die Modelle nicht selbst getestet und nennen deshalb keinen Testsieger. Die beste Ski-Sonnenbrille ist die, die zu Deinen Bedingungen und Deinem Gesicht passt. Vergleiche nach UV400 und CE, Filterkategorie, Glasfarbe, Polarisation, Seitenschutz, Belüftung, Sitz mit Helm und Gewicht. Bei Testberichten lohnt der Blick darauf, wann und nach welchen Kriterien getestet wurde.
Welche Sonnenbrille für Schnee und Gletscher?
Für normale Pistentage reicht meist Kategorie 3. Auf dem Gletscher und im Hochgebirge ist Kategorie 4 mit Seitenschutz sinnvoll. Für den Strassenverkehr ist sie aber nicht geeignet.
Sonnenbrille oder Skibrille für Kinder?
Für Kinder ist meist eine Goggle die bessere Wahl. Sie sitzt fest am Helm und schliesst rundum gegen Schnee und Wind ab. Achte auch hier auf UV400 und das CE-Zeichen.



